2. September 2026
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Charge & Co

EVBox Livo im Test: Für wen sich die 11-kW-Wallbox eignet

Die EVBox Livo wurde 2023 in einem Vergleich von AUTO BILD und P3 mit der Gesamtnote 1,3 Testsieger. Das ist ein starkes historisches Ergebnis – aber für eine Kaufentscheidung im Jahr 2026 reicht eine Testnote allein nicht aus.

Entscheidend ist, ob Leistung, Konnektivität, Messung und Lastmanagement zur geplanten Nutzung passen. In diesem Praxischeck ordnen wir die aktuelle, bei Charge & Co angebotene 11-kW-Variante ein.

Das Wichtigste in Kürze

Die EVBox Livo ist eine robuste, vernetzte 11-kW-Wallbox mit fest angeschlagenem Typ-2-Kabel. Sie bietet LAN, WLAN und LTE-M, lässt sich per RFID, App oder Autostart nutzen und kann mit dynamischem Lastmanagement kombiniert werden.

Für das private Laden und kleinere Standorte ist das ein überzeugendes Paket. Wer dagegen Strom rechtssicher an Dritte abrechnen, viele Ladepunkte zentral betreiben oder komplexe Tarife abbilden möchte, muss genauer prüfen: Der im angebotenen Modell integrierte Energiezähler ist laut Produktbeschreibung nicht MID-zertifiziert.

Warum die EVBox Livo 2023 Testsieger wurde

Im damaligen Vergleich von AUTO BILD und der Technologieberatung P3 trat die EVBox Livo gegen neun weitere 11- und 22-kW-Wallboxen an. Hervorgehoben wurden vor allem die Kommunikationsfunktionen, die Vorbereitung auf intelligentes Laden und die Kompatibilität mit dynamischem Lastmanagement.

Die Testnote 1,3 bezieht sich auf den damaligen Test. Sie sollte nicht als neuer Vergleich mit sämtlichen 2026 verfügbaren Modellen verstanden werden.

Technische Daten der angebotenen Variante

  • Maximale Ladeleistung: 11 kW, 16 Ampere, dreiphasig
  • Anschluss: festes Typ-2-Ladekabel, sechs Meter
  • Kommunikation: LAN, WLAN und LTE-M
  • Autorisierung: RFID-Karte, Schlüsselanhänger, App oder Autostart
  • Schutz: integrierte DC-Fehlerstromerkennung ab 6 mA nach IEC 62955
  • Gehäuse: IP55 und IK10
  • Betriebstemperatur: minus 30 bis plus 50 Grad Celsius
  • Energiezähler: laut Produktbeschreibung mit einer Genauigkeit von plus/minus zwei Prozent, ohne MID-Zertifizierung
  • Montage: Wand- oder Mastmontage, Kabelzuführung von oben oder unten
  • Updates: vernetzte Software- und Firmware-Aktualisierung

Die tatsächliche Ladeleistung wird zusätzlich vom Fahrzeug, Netzanschluss und der Installation begrenzt. Ein Auto, dessen Onboard-Lader nur 7,4 kW unterstützt, lädt auch an einer 11-kW-Wallbox nicht mit 11 kW.

Die Stärken der EVBox Livo

01

11 kW passen zu vielen Alltagsszenarien

Für das Laden über Nacht oder während eines Arbeitstages reichen 11 kW in vielen Fällen aus. Selbst wenn die Batterie nicht mit voller Leistung lädt, steht über mehrere Stunden genügend Zeit zur Verfügung.

02

Mehrere Kommunikationswege

LAN, WLAN und LTE-M erleichtern die Einbindung an Standorten mit unterschiedlicher Netzwerksituation. Welche Verbindung genutzt wird und welche laufenden Dienste erforderlich sind, sollte vor der Installation geklärt werden.

03

Robustes Gehäuse

IP55 schützt gegen Staub in schädigender Menge und gegen Strahlwasser. IK10 steht für eine hohe Stoßfestigkeit. Damit eignet sich die Wallbox grundsätzlich auch für geschützte Außenbereiche, sofern Montage und elektrische Installation fachgerecht ausgeführt werden.

04

Nutzersteuerung über RFID und App

RFID ist praktisch, wenn nicht jede Person automatisch laden darf. Für eine reine Privatgarage kann Autostart bequemer sein. Die passende Betriebsart hängt davon ab, ob Zugangsschutz und Nutzerzuordnung benötigt werden.

05

Dynamisches Lastmanagement ist möglich

Mit einem passenden Zusatzsystem kann die Ladeleistung an den übrigen Stromverbrauch des Gebäudes angepasst werden. Das reduziert Lastspitzen und kann vermeiden, dass der Netzanschluss allein für die Wallbox vergrößert werden muss.

Die Grenzen, die vor dem Kauf geklärt werden sollten

Keine MID-Zertifizierung des integrierten Zählers

Die Produktbeschreibung nennt einen integrierten Zähler mit einer Genauigkeit von plus/minus zwei Prozent, aber keine MID-Zertifizierung. Für reine Verbrauchsanzeige kann das genügen. Für entgeltliche Abrechnung an Dritte oder bestimmte Arbeitgeberprozesse muss geprüft werden, welche Mess- und Nachweisanforderungen im konkreten Fall gelten.

Nicht jede Funktion ist ohne Zusatzkomponenten verfügbar

Dynamisches Lastmanagement setzt ein passendes Mess- und Steuerungskonzept voraus. Auch App-, Backend- und Mobilfunkfunktionen sollten nicht als selbstverständlich unbegrenzt verfügbar angenommen werden. Vor dem Kauf gehören benötigte Dienste, Laufzeiten und mögliche Kosten in das Angebot.

Eine einzelne Wallbox ist noch kein skalierbares Standortkonzept

Für mehrere Ladepunkte werden zusätzlich Gleichzeitigkeit, Lastverteilung, Nutzerverwaltung, Backend, Zählerkonzept und Service wichtig. Die EVBox Livo kann ein Baustein sein, ersetzt aber nicht die Standortplanung.

Für wen passt die EVBox Livo?

Die 11-kW-Variante passt besonders gut, wenn:

  • regelmäßig zu Hause oder an einem kleinen Standort geladen wird,
  • ein festes sechs Meter langes Kabel gewünscht ist,
  • RFID oder App-Zugriff benötigt wird,
  • eine robuste Außenmontage geplant ist,
  • LAN, WLAN oder Mobilfunk zur Auswahl stehen sollen und
  • dynamisches Lastmanagement vorgesehen oder später nachrüstbar sein soll.

Genauer prüfen sollten Sie die Lösung, wenn:

  • Strom an Mitarbeiter, Mieter, Gäste oder die Öffentlichkeit verkauft wird,
  • ein eichrechtskonformer Abrechnungsprozess benötigt wird,
  • viele Ladepunkte oder mehrere Standorte zentral verwaltet werden,
  • verbindliche Schnittstellen zu einem vorhandenen Backend erforderlich sind oder
  • PV-Überschussladen und Energiemanagement die Hauptanforderung bilden.

Vor der Bestellung: fünf Fragen an den Standort

  1. Unterstützt das Fahrzeug dreiphasiges Laden mit 11 kW?
  2. Reichen Netzanschluss und Unterverteilung aus?
  3. Wird dynamisches Lastmanagement sofort oder später benötigt?
  4. Muss der Strom nur angezeigt oder gegenüber Dritten abgerechnet werden?
  5. Welche Internetverbindung und welche Backend-Funktionen sollen genutzt werden?

Die Antworten entscheiden darüber, ob die EVBox Livo direkt passt oder ob eine andere Produkt- und Systemkombination sinnvoller ist.

FAQ

Häufige Fragen

Alle Fragen →

Lädt die EVBox Livo mit 22 kW?

Die aktuell verlinkte Charge-&-Co-Variante ist mit maximal 11 kW angegeben. Die tatsächliche Leistung hängt zusätzlich vom Fahrzeug und Anschluss ab.

Hat die EVBox Livo ein festes Kabel?

Ja. Das angebotene Modell wird mit einem sechs Meter langen Typ-2-Ladekabel beschrieben.

Kann die Wallbox ohne RFID laden?

Laut Produktbeschreibung ist neben RFID und App auch Autostart möglich. Die gewünschte Betriebsart sollte bei der Einrichtung festgelegt werden.

Ist dynamisches Lastmanagement enthalten?

Die Wallbox ist mit einem passenden Dynamic-Load-Balancing-System kombinierbar. Dafür können zusätzliche Mess- und Steuerungskomponenten nötig sein.

Eignet sich die EVBox Livo zur Abrechnung von Ladestrom?

Der integrierte Zähler ist laut Produktseite nicht MID-zertifiziert. Ob die Lösung für den vorgesehenen Abrechnungsfall geeignet ist, sollte deshalb vor dem Kauf verbindlich geprüft werden.

Fazit

Die EVBox Livo verbindet 11-kW-Laden, robuste Bauweise und gute Konnektivität. Ihr Testsieg von 2023 bleibt ein nützlicher Hinweis auf die damalige Produktqualität. Für die aktuelle Entscheidung zählen zusätzlich Messkonzept, gewünschte Dienste und der geplante Ausbau.

Wenn diese Punkte zum Standort passen, ist die Livo eine gute Wahl. Die angebotene EVBox Livo im Shop finden Sie mit technischen Daten und aktuellem Verfügbarkeitsstatus.

Für Home-Charging für Firmenwagen gelten zusätzliche Anforderungen an Messung und Abrechnung. Charge & Co übernimmt Beratung und Installation passend zum Standort.

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