Die EVBox Livo wurde 2023 in einem Vergleich von AUTO BILD und P3 mit der Gesamtnote 1,3 Testsieger. Das ist ein starkes historisches Ergebnis – aber für eine Kaufentscheidung im Jahr 2026 reicht eine Testnote allein nicht aus.
Entscheidend ist, ob Leistung, Konnektivität, Messung und Lastmanagement zur geplanten Nutzung passen. In diesem Praxischeck ordnen wir die aktuelle, bei Charge & Co angebotene 11-kW-Variante ein.
Die EVBox Livo ist eine robuste, vernetzte 11-kW-Wallbox mit fest angeschlagenem Typ-2-Kabel. Sie bietet LAN, WLAN und LTE-M, lässt sich per RFID, App oder Autostart nutzen und kann mit dynamischem Lastmanagement kombiniert werden.
Für das private Laden und kleinere Standorte ist das ein überzeugendes Paket. Wer dagegen Strom rechtssicher an Dritte abrechnen, viele Ladepunkte zentral betreiben oder komplexe Tarife abbilden möchte, muss genauer prüfen: Der im angebotenen Modell integrierte Energiezähler ist laut Produktbeschreibung nicht MID-zertifiziert.
Im damaligen Vergleich von AUTO BILD und der Technologieberatung P3 trat die EVBox Livo gegen neun weitere 11- und 22-kW-Wallboxen an. Hervorgehoben wurden vor allem die Kommunikationsfunktionen, die Vorbereitung auf intelligentes Laden und die Kompatibilität mit dynamischem Lastmanagement.
Die Testnote 1,3 bezieht sich auf den damaligen Test. Sie sollte nicht als neuer Vergleich mit sämtlichen 2026 verfügbaren Modellen verstanden werden.
Die tatsächliche Ladeleistung wird zusätzlich vom Fahrzeug, Netzanschluss und der Installation begrenzt. Ein Auto, dessen Onboard-Lader nur 7,4 kW unterstützt, lädt auch an einer 11-kW-Wallbox nicht mit 11 kW.
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Für das Laden über Nacht oder während eines Arbeitstages reichen 11 kW in vielen Fällen aus. Selbst wenn die Batterie nicht mit voller Leistung lädt, steht über mehrere Stunden genügend Zeit zur Verfügung.
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LAN, WLAN und LTE-M erleichtern die Einbindung an Standorten mit unterschiedlicher Netzwerksituation. Welche Verbindung genutzt wird und welche laufenden Dienste erforderlich sind, sollte vor der Installation geklärt werden.
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IP55 schützt gegen Staub in schädigender Menge und gegen Strahlwasser. IK10 steht für eine hohe Stoßfestigkeit. Damit eignet sich die Wallbox grundsätzlich auch für geschützte Außenbereiche, sofern Montage und elektrische Installation fachgerecht ausgeführt werden.
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RFID ist praktisch, wenn nicht jede Person automatisch laden darf. Für eine reine Privatgarage kann Autostart bequemer sein. Die passende Betriebsart hängt davon ab, ob Zugangsschutz und Nutzerzuordnung benötigt werden.
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Mit einem passenden Zusatzsystem kann die Ladeleistung an den übrigen Stromverbrauch des Gebäudes angepasst werden. Das reduziert Lastspitzen und kann vermeiden, dass der Netzanschluss allein für die Wallbox vergrößert werden muss.
Die Produktbeschreibung nennt einen integrierten Zähler mit einer Genauigkeit von plus/minus zwei Prozent, aber keine MID-Zertifizierung. Für reine Verbrauchsanzeige kann das genügen. Für entgeltliche Abrechnung an Dritte oder bestimmte Arbeitgeberprozesse muss geprüft werden, welche Mess- und Nachweisanforderungen im konkreten Fall gelten.
Dynamisches Lastmanagement setzt ein passendes Mess- und Steuerungskonzept voraus. Auch App-, Backend- und Mobilfunkfunktionen sollten nicht als selbstverständlich unbegrenzt verfügbar angenommen werden. Vor dem Kauf gehören benötigte Dienste, Laufzeiten und mögliche Kosten in das Angebot.
Für mehrere Ladepunkte werden zusätzlich Gleichzeitigkeit, Lastverteilung, Nutzerverwaltung, Backend, Zählerkonzept und Service wichtig. Die EVBox Livo kann ein Baustein sein, ersetzt aber nicht die Standortplanung.
Die Antworten entscheiden darüber, ob die EVBox Livo direkt passt oder ob eine andere Produkt- und Systemkombination sinnvoller ist.
Lädt die EVBox Livo mit 22 kW?
Die aktuell verlinkte Charge-&-Co-Variante ist mit maximal 11 kW angegeben. Die tatsächliche Leistung hängt zusätzlich vom Fahrzeug und Anschluss ab.
Hat die EVBox Livo ein festes Kabel?
Ja. Das angebotene Modell wird mit einem sechs Meter langen Typ-2-Ladekabel beschrieben.
Kann die Wallbox ohne RFID laden?
Laut Produktbeschreibung ist neben RFID und App auch Autostart möglich. Die gewünschte Betriebsart sollte bei der Einrichtung festgelegt werden.
Ist dynamisches Lastmanagement enthalten?
Die Wallbox ist mit einem passenden Dynamic-Load-Balancing-System kombinierbar. Dafür können zusätzliche Mess- und Steuerungskomponenten nötig sein.
Eignet sich die EVBox Livo zur Abrechnung von Ladestrom?
Der integrierte Zähler ist laut Produktseite nicht MID-zertifiziert. Ob die Lösung für den vorgesehenen Abrechnungsfall geeignet ist, sollte deshalb vor dem Kauf verbindlich geprüft werden.